OpenSource prima selbstgenutzt: Mozilla Firefox

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Die Geschichte der Internetbrowser ist eine Geschichte voller Missverständnisse… Erstes Missverständnis: Für Windows-Nutzer ist der Internet Explorer vorinstalliert, also sollte man den auch benutzen. FALSCH! Hier gibt es interessante Alternativen wie beispielsweise den Mozilla Firefox, der derzeit in der Version 2.0 kostenlos angeboten wird. (http://www.mozilla-europe.org/de/)

Vorteile des Firefox gegenüber dem Internet Explorer sind seine Geschwindigkeit, seine Sicherheitsvorkehrungen bzw. das Fehlen von diversen Sicherheitslücken wie sie häufig durch ActiveX entstehen. Außerdem ist der Browser durch unzählige Erweiterungen anpassbar an die ganz persönlichen Anforderungen. Die Auswahl an Erweiterungen umfasst dabei frei wählbare Suchmaschinen für das Suchfeld, neue Skins für das Interface und zahlreiche Gadgets wie Wetteranzeige, Fernbedienungen für Musikprogramme oder andere integrierte Services. Wie im Screenshot zu erkennen ist die Nutzeroberfläche ähnlich aufgebaut wie in anderen Browsern, die Benutzbarkeit sollte also kaum vom Wechsel abhalten.

Auf Wunsch importiert der Firefox bei Installation automatisch Daten und Favoriten aus dem Internet Explorer, er kann diesen nahezu vollständig ersetzen (bis auf bestimmt Funktionen wie Microsoft Update). Es gibt eine integrierte Rechtschreibprüfung und der Browser bietet Tabbed Browsing an d.h. in einem Fenster können mehrere Internetseiten über verschiedene Reiter angesurft werden. Dieses ist eines der zahlreichen Features, die der Firefox lange vor dem Microsoft-Browser anbot, weil der Browser kontinuierlich weiter entwickelt wird ist zu erwarten, dass er auch in Zukunft aktuell bleibt. Vorbildlich hält sich der Browser auch an die vereinbarten Internetstandards, eine Eigenschaft, die dem User meist verborgen bleibt, die aber für moderne Webapplikationen unerlässlich ist.

Seine größte Stärke ist immer noch die Geschwindigkeit, selbst mit zahlreichen installierten Gimmicks lädt der Browser schneller als der Internet Explorer (welcher bei mir üblicherweise mit einer leeren Seite geöffnet wird, weil schon das unerträglich lange dauert). Auch beim Surfen ist das Arbeiten mit dem Firefox wesentlich flüssiger. Die pfiffige Suchfunktion (sobald man zu Tippen beginnt sucht der Browser automatisch im aktuellen Dokument, ohne das ein extra Fenster aufgeht) ist ein weiteres Plus.

Einige Leser mögen jetzt unken, dass es ja auch noch andere, teils bessere Browser gibt, die auch schon als Inspiration für Firefox gedient haben. So gibt es für Windows ebenfalls seit einer Weile den Apple Browser Safari und das Multitalent Opera (hier wurden beispielsweise Tabbed Browsing oder Mausgesten zuerst eingeführt), beide sind mittlerweile ebenfalls kostenlos. Dagegen ist auch nichts zu sagen, doch handelt es sich bei beiden Produkten nicht um freie bzw. Open Source Software. Weshalb sie hier auch nicht verlinkt werden. Entwickler, die Interesse an Firefox haben, bekommen hier den Quellcode. So sind diverse Derivate wie beispielsweise der soziale Browser Flock entstanden.

Letztendlich sollte man sich den Browser aussuchen, den man selbst am besten findet. Ein weiterer Vorteil ist, dass Firefox für nahezu alle Betriebssysteme verfügbar ist, also sowohl auf Mac OS als auch unter Linux, NetBSD etc. die nahezu gleiche Funktionalität bietet. Es gibt sogar eine portable Variante zum Mitnehmen (auf deutsch). Außerdem wird der Firefox schon von ca. 1/3 aller Websurfer benutzt (Statistiken variieren je nach Quelle), also ist es sicher eine gute Idee, ihn zumindest einmal auszuprobieren.