Sunday poem – second edition

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Well, it should have been Saturday, but I forgot. Sorry for that (as if anybody was reading *g*). However this is the first german poem, I wrote it recently and as always it is in my list of post-problematic pathetic poems, so sorry if you already read it.

Eigentlich sollte es ja Samstag sein, aber ich hab’s leider vergessen. Entschuldigung, falls hier tatsächlich jemand regelmäßig liest. 🙂
Dies ist das erste deutsche Gedichte hier auf meinem Blog, ich hab’s erst kürzlich verfasst und es steht schon ein paar Tage auf meiner nicht ganz dichten und diversifizilen Gedichtlistenseite. Sorry, falls ihr es also schon gelesen haben solltet.

Verfühlt

Es schien alles ganz korrekt
an Richtigkeit kaum zu überbieten
da warst du und da war ich und Freundschaft
und es war für uns beide genugtuend
Alles schien konzeptionell gelungen, portioniert,
definiert und praktizierbar
zunächst

Doch dann sah ich dich mit anderen Augen
war perspektivisch verändert,
doch es schien nicht fälscher als zuvor
und so glaubte ich, auch du sähest mich auf gleiche Art
und nicht nur das Sehen änderte sich
auch das Fühlen entglitt mir und beschritt bis dahin
unbekannte Pfade, neu
entkontrolliert war alles und alles anders
aber immer noch ganz gut
zunächst

Als ich aber dir gestand,
verblich das Lachen in deinen Augen
zuerst
und dann auch in meinen
als du ver- oder erklären wolltest, du sähest nicht
was ich schon beinahe greifen konnte.
Sicher war ich erst, doch dann nicht mehr
Hoffnung hatte ich, doch dann nicht mehr
zunächst

Dann war gerettet, was zu retten wert war
Ich widerrief, wider besseren Wissens, log
versuchte zu restaurieren, was vorher bestand
verliebt, verkannt, verrannt in mein Gefühl
hatte ich mich verfühlt? vertan? verraten?
zu weit gewagt, oder nicht weit genug?
wer weiss. ich nicht. du nicht.
es scheint einerlei, solange wenigstens wir zwei bleiben
zunächst

Doch nun sitzen wir wieder hier. zusammen getrennt.
die Sonne verschienen und die Zeit verlaufen
mein Gefühl ist noch da, sitzt mit uns hier
doch du weißt es nicht, wirst es nie wissen
meine Hoffnung ist ebenso da, obwohl eines Tages
vielleicht nach vielen vertanen Schritten
wenn sich unsere Wege wiederum kreuzen
du doch noch sähest, dass nicht ich
sondern du dich in uns verfühlt hast.

12.10.2007