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MM: Huch, ein E-Buch – Zeit wird’s, oder?
by yodahome on Jan.16, 2012, under Bücher, Meinungen
Was? Is’ schon 2012? Das 21. Jahrhundert? Shit!
Mir scheint, dass jeder “der Zukunft zugewandt” ist, solange sie noch weit entfernt ist. Wenn die Zukunft plötzlich zur Gegenwart zu werden droht, dann wird’s spannend.
Dieser Beitrag am Meinungsmontag dreht sich um das E-Buch. Ich bin seit Weihnachten Besitzer von Amazons Lesegerät “Kindle”. Zuvor hatten einige Verwandte inklusive meiner Eltern sich mit dieser Sorte Gerät (Kindle, iPad, Motorola Xoom) versorgt, was für mich immer ein untrügliches Zeichen ist, dass es Zeit wird, sich mit einem Trend zu beschäftigen.
Ich werd’ jetzt zwangläufig (schon wieder) auch die Medienkonzerne schelten. Die meisten verstehen es (immer noch) nicht. Mir ist klar, dass es schmerzt etablierte Strukturen schwinden zu sehen und sich mit neuen anzufreunden. Immerhin, dass ist im Grunde ein Teil der Prozesse, die wir als Bildung bezeichnen. Dass das Medium Buch (und seine Produzenten), als Inbegriff eines überholten, ja geradezu vormodernen bürgerlichen Bildungsbegriffs, Probleme hat, sich in die Zukunft transferieren zu lassen, ist insofern schon eine beachtenswerte Ironie. Aber das Buch bringt, im Gegensatz zu anderen Medienformen, auch eine lange Kultur mit sich, die sich über hunderte von Jahren entwickelt hat. Eine Kultur, die als Fundament gelten kann, für vieles, was heute unsere Gesellschaft ausmacht, für die Informationsgesellschaft, die Wissengesellschaft, die Mediengesellschaft (was immer man im Detail darunter verstehen mag).
Das E-Buch hat Probleme und zwar ganz gewaltige, weil wir alle einen Habitus im Umgang mit Büchern entwickelt haben (aka Kulturtechnik) und den gerne übernehmen würden und auch müssen, wollen wir die Kultur dabei erhalten. Das ist in der digitalen Revolution immer schwierig, aber da die Möglichkeiten im Grunde technisch nicht begrenzt sind, erwartet man natürlich von einem ‘Upgrade’ (also vom Buch zum E-Buch) nicht, dass man sich verschlechtert.
Bücher lesen
Ein normales Buch kaufe ich und lese es, wie wo wann ich will. Man muss es halt mitnehmen. Mit dem E-Buch gibt es (schon wieder) den K(r)ampf der Lesegeräte und Formate. Beispiel: Apple setzt auf .epub und Bücher, die ich im Apple Buchladen kaufe, kann ich nur auf i-Geräten lesen. Das ist ja leider typisch, allerdings hat Apple auch die beste Präsentation und das Gerät ist zwar sauteuer, kann aber dafür eben nicht nur Bücher lesen. Wer sehen will, was man in E-Büchern alles machen könnte, schaue sich einfach mal das kostenlose “Yellow Submarine”-Buch an. Schon geil, oder? Amazon nutzt in seinen Kindle-Geräten das .mobi Format, mit weiteren Funktionen als .amz getarnt.
Sofort wird klar, dass die Kulturtechnik des Lesens hier komplexer statt einfacher wird, setzt sie doch schlimmstenfalls eine beachtliche Technikkompetenz vorraus, die man vorher nicht benötigte. Besonders im Detail gibt es Probleme, die es nicht geben müßte. Warum nicht alle Formate unterstützen?
Der Elefant im Raum ist natürlich DRM, dass hatte ich schon mal thematisiert. Alle großen Anbieter bauen DRM in ihre kommerziellen E-Bücher ein, nur wenige Autoren (oder Verlage) wehren sich dagegen. Viele Möglichkeiten mit und über Bücher zu interagieren sind damit schon mal vom Tisch. Das ist natürlich soo was von “1984″.
Bücher tauschen
Geht bei Apple ja schon mal gar nicht. Bei Amazon soll es möglich sein, Bücher für zwei Wochen an andere Kindle-Nutzer zu verleihen, währenddessen steht das Buch in der eigenen Bibliothek nicht(!) zur Verfügung. Immerhin ähnlich wie mit echten Büchern. Außerdem entscheiden die Verlage, ob die Option freigeschaltet ist, daher scheint es noch nicht sonderlich verbreitet zu sein. WTF? Im Google Ebookstore scheint das derzeit auch keine Option zu sein. Bei freien Büchern (z.B. gemeinfreie Werke) kann man die Dateien natürlich einfach weitergeben. Sowohl beim iPad als auch beim Kindle kann man per USB (bei Apple natürlich nur per iTunes) freie E-Bücher auf die Geräte kopieren. Dafür fallen aber meist die Sync-Features weg, die bei gekauften Büchern vorhanden sind (die aktuell gelesene Seite z.B. aktualisiert sich nicht über mehrere Geräte). Amazon bietet darüberhinaus auch Lesesoftware für Windows und Mac sowie Apps für Android und i-Geräte an. Da kann man seine Bücher also potentiell auch ohne Kindle lesen. Ein unersetzliches Tool für den freien E-Buch-Leser ist die Software Calibre, mit der man seine E-Bibliothek verwalten, konvertieren und mit unterschiedlichen Werkzeugen auf nahezu alle Lesegeräte überspielen kann.
Professionelle Nutzung
Die meisten Lesegeräte sollen personalisiert sein, d.h. sie sind an einen (und genau einen) Nutzeraccount bei Apple, Amazon etc. gebunden. Im professionellen Kontext stell’ ich mir das schnell schwierig vor, weil man entweder einen Gruppenaccount hat oder jeder individuell einen eigenen, dann kann man aber eben nicht tauschen bzw. ein Buch für alle anschaffen (außer man kauft es x-mal). Ebenso sieht’s mit persönlichen Dokumenten aus, die müsste man dann manuell aufs Gerät tun (alle Geräte unterstützen PDF, was aber abhängig vom Bildschirm auch suboptimal sein kann) oder eben über Gruppenaccounts teilen. Alles irgendwie unnötig umständlich im 21. Jahrhundert. Ich will Star Trek-Feeling, wo ich mit jedem verdammten PADD auf den Schiffscomputer zugreifen und Faust lesen kann. Machen Sie es so!
Benjamin Jörissen weist auch auf gänzlich undigitale Probleme bei der Abrechnung hin. Als Selbstständiger oder Professioneller,der viel beruflich liest/lesen muss, ist das sicherlich ein Problem. Dazu kommt, dass man wie so oft mit digitalen Medien, lediglich eine Lizenz mit dem eingeschränkten Recht zum Lesen erwirbt, nicht etwa das Buch oder gar die 367 kb an Nullen und Einsen, die man zur Vertragserfüllung erhält. Anders also als mit den Büchern im Regal, kann so ein digitales Buch mal ganz schnell wieder weg sein. Oder die Bedingungen stillschweigend geändert werden. Und der Inhalt womöglich auch?
Andere wünschenswerte Szenarien wie E-Bücher an Kindergärten, Schulen, Jugendclubs oder Hochschulen scheinen mir da auch erstmal stark eingeschränkt. Toll wär’s doch, wenn die Schulbücher als E-Buch inkl. Leih-Lesegerät an Schüler gelangen könnten. Ich war in der Grundschule das erste Mal mit der ganzen Klasse in der Stadtteilbibliothek, daraufhin war ich viele Jahre Mitglied und regelmäßig dort. Aufgrund von allgemeinen Einsparungen hätte ich diese Möglichkeit heute nicht mehr. Wäre es nicht super, auch Kinder in abgelegenen Ortschaften oder Stadtteilen mit allen Büchern versorgen zu können, die sie interessieren? Ich wüßte nicht, wie das mit den aktuellen Geräten und Diensten praktisch umsetzbar wäre. Traurig.
Preisgestaltung
Die Anbieter sind offenbar immer noch sehr zögerlich und verunsichert, vielleicht sogar zu Recht. Man will sich ja auch nicht selbst Konkurrenz machen. Oder Bücher verschenken? Nun, offenbar nicht. Ein nicht repräsentativer Vergleich einiger aktueller Titel (deutsch & englisch) im iTunes Book Store und im Kindle Store zeigt zwei interessante Fakten auf:
1. Gerade bei aktuellen, deutschen Büchern ist der Preis im Vergleich zur Papiervariante nicht oder nur unwesentlich geringer. In Anbetracht der Tatsache, dass nur minmale Material- und Transportkosten entstehen, scheint mir das schwer zu rechtfertigen. Ich gehe auch davon aus, dass das nicht von der Buchpreisbindung abhängt, lasse mich aber gerne vom (dann sehr unsinnigen) Gegenteil überzeugen.
2. Viele Buchtitel sind in beiden Buchläden gleich teuer. Während bei Musik die Preise teils sehr unterschiedlich sind oder sich die Alben durch bestimmte Beigaben unterscheiden (Videos oder Booklets), scheint es beim Buch überhaupt keinen Wettbewerb zu geben. Das hat für deutsche Bücher primär mit der Buchpreisbindung zu tun, wobei deren Gültigkeit rechtlich ungeklärt und die derzeitige Umsetzung wohl eher ein stiller Konsenz ist. Das sollte mal offen geklärt werden. Warum das bei ausländischen Büchern auch so ist, wundert mich nur.
Übrigens kann man nur bei Amazon die mir noch aus Buchladenzeiten bestens bekannte Spiegel Bestseller-Liste einsehen. Die “echten” Bestseller ermitteln die Stores automatisch und durch die Bewertungen und Ratings der Kunden. Ob sich der Lesegeschmack der Deutschen mittelfristig dort anders darstellt?
Fazit
Da sind schon viele offene Fragen. Viele davon behindern eine etablierte Kulturtechnik in ihrer Entwicklung. Gut, man könnte nun sagen, dass man Bücher halt nicht mehr verleihen oder weiterverschenken soll. Schadet doch keinem. Eben doch meinen viele Kritiker (unter anderem Autor Cory Doctorow). Denn Bücher und die Lust am Lesen ist nicht nur ein Geschäft, es ist ebenso Kultur. Und die wird hier eingeschränkt, damit kommerzielle Interessen geschützt werden.
Nun gibt es auch Positives. Mit aktuellen Geräten läßt sich schon sehr gut auch in der Sonne lesen, die Geräte sind leicht und relativ bedienfreundlich. 1000 Bücher in der Handtasche hat schon was. Mir macht das Lesen Spaß und trotzdem brauche ich nicht unbedingt mehr Platz im Regal. Es gibt immer mehr Titel, aber meiner Meinung nach noch nicht annähernd so viele, wie im gut sortierten Buchhandel. Warum? Kein Platz im virtuellen Regal? Zeitungen und Zeitschriften gibt’s so gut wie gar nicht. Agressives Vorstoßen in neue Märkte sieht anders aus. Dabei ist doch klar, dass das E-Buch das Buch genauso wenig obsoletisieren wird wie die MP3 die CD.
Es bleibt am Schluss der bittere Beigeschmack, das die schöne neue Welt, in der digitale Bücher eine Revolution auslösen könnten (diese Übertreibung ist als solche kenntlich gemacht), künstlich zurückgehalten wird. Und das schlecht, denn es ist natürlich gar kein Problem die künstlichen Barrieren zu umgehen. Im Netz gibt es kaum ein E-Buch nicht auch illegal und frei. Tauschbar, Verschenkbar, Verteilbar. Doch wie bei allen Medien gilt auch hier: Menschen lieben Bücher und zahlen gern dafür. Derzeit wächst eine Generation von Lesern heran, die illegal lesen müssen, wenn Sie frei lesen wollen. Und das schädigt irgendwann Verlage und Autoren. Was wäre das für eine Zukunft?
Play different – now with 100% more Steam
by yodahome on Mai.14, 2010, under Computer
“Decisions were made here recently against my will to change my computer system. [..] I’m switching – I’m being told – from a PC to a Mac. [..] Now here’s what I don’t understand: Is a Mac not a personal computer? “
- David Letterman – 10.05.2010
There are several reasons conventional Non-Mac users don’t like the Mac. Hearing them argue – for the most part – they just don’t get it. That’s fine. Then there are some serious issues that the Mac has or has had. Several of them have been addressed over the past few years. E.g. there was a time when there was not much software for the Mac. No problem anymore. In the past exchanging files or data in general between Mac and Windows was quite hard or nearly impossible. It is no more. And many PC Gamers kept arguing that there were no games on the Mac. Well, that’s about to change. EA and many other publishers started cross-publishing their games (Sims 3, Spore) to the Mac a while ago. Mac versions of games are developed, independent games usually also come to the Mac. Like from Telltale.

- Image via Wikipedia
Now Valve, creator of games like Half-Life (2) and Portal, brings the Steam platform to the Mac. Steam is not only a games store and download service, it’s also a community platform and offers mainstream games as well as independent work side by side. It’s been available on Windows since 2004 and has developed heavily over the years. Now a Steam client is available for the Mac and it is accompanied by SteamPlay, which basically means that you can buy a game once and play it on PC and Mac (if available). And for introduction the hit game Portal is available for free (on both Platforms)!
When I installed Steam I found 10 games out of 100+ I own to be playable on the Mac. But Valve promises that count is going to rise with new releases every wednesday for the coming weeks. I guess I’ll test Portal on the Macbook, just for fun. *g*
And again, there’s one reason less to not buy a Mac.
Related articles by Zemanta
- Portal, the corporate training success video (boingboing.net)
- Steam For Mac Is Live, Includes Free Copy of Portal [Steam] (kotaku.com)
- Steam for Mac launches. Linux client in the works. (godisageek.com)
1. Meinungsmontag
by yodahome on Mai.10, 2010, under Allgemein / Generic, thoughts
In meiner anhaltenden Suche nach festen Blogschemata eröffne ich hiermit die Serie Meinungsmontag, in der ich ungefragt meine Meinung zu aktuellen Themen preisgebe. So subtil wie möglich.
1. Landtagswahl NRW

- Image by orarewedancer via Flickr
Kurz ge-zsf’t: CDU ganz groß verloren. Mmh. SPD real verloren, gefühlt gewonnen. Grüne ganz groß gewonnen (r+g), FDP und Linke mit drin und Andere ein bissl gewonnen (basiert auf vorläufigem Endergebnis). Rot-Grün möglich, Schwarz-gelb nicht. Bundesratmehrheit wohl futsch. Ist das ein Fortschritt?
Ohne allzu zynisch wirken zu wollen, für mich zeigt das nur, dass die Menschen unentschlossen sind. Genau so wie die großen Volksparteien, die sich ja schon seit Jahren immer mehr annähern. Wie lange noch bis Fusion zur Christlich-Demokratischen-SozialPädagogischen-Sozialistischen-Partei-Union (CDSPU)? Die Wähler wechseln ihre Meinung munter von einem Jahr auf’s andere und im Endeffekt sind die Parteien relativ hilflos. Sie laufen ihrem Klientel hinterher, wie die Manager ihren Aktionären. Oder die Geeks dem iPad. Oder die Verlage dem iPad. You get the point.
Politik, das heißt derzeit Manager von maroden Ist-Zuständen zu sein, Erhaltung überholter Systeme für ein wankelmütiges Volk. Das Spannungsfeld liegt irgendwo zwischen Arbeiternehmer und Arbeitgeber, Anleger und Kleinsparer, gesetzlich und privat versichert, selbstständig und arbeitslos, katholisch und islamistisch, Hauptschule und Gymnasium, Mac oder PC. Wer wollte da auch nur versuchen, die Masse mitzureißen?
Politik sollte aber sein, Ziele zu definieren und Zukunft zu gestalten. Oder wenigstens Gegenwart verstehen und darauf reagieren. Klappt super, wenn Frau Aigner den Bürgern nahelegt, in den Gemeinden Unterschriftenlisten(!) gegen Google Street View zu sammeln. Warum nicht wenigstens eine Mailingliste? Ein Forum? Ne’ Newsgroup? Ein im Anachronismus geeintes Volk. Nicht immer aber immer öfter.
2. Griechenland Bailout

- Image by Aster-oid via Flickr
Man stelle sich vor, eine Großfamilie (16 Leute, um viele Ecken verwandt), viele Jahre über die Welt verstreut gelebt, findet zusammen und möchte wieder engere Bande knüpfen. Sie verabreden z.B. gemeinsame Familienfeiern, tauschen Adressen aus und dann, weil sie nach außen Gemeinsamkeit zeigen wollen, gründen sie zusammen, ähm, sagen wir mal: eine gemeinsame Währung. Wir nenne sie den Euro. Olé, Olé, alles Super.
Alles ist klasse, die Familie benutzt die Währung und handelt kräftig, alle stehen scheinbar ziemlich gut da. Jeder hat ein paar Schulden, Kredite, Verpflichtungen, klar, wer hat die nicht? Aber alle haben Jobs, Einkommen größer Ausgaben, sie haben sich gegenseitig natürlich nicht die Kontoauszüge gezeigt, ist ja die Familie. Und es läuft.
8 Jahre später, es ist Krise, Finanzmarkt und so, die Familie trifft sich zum kleinen Fest, kommt ins Plaudern und raus kommt: Der Großonkel Calinichta hat ein paar mehr Schulden, als er verraten wollte. Lebt schon seit Jahren weit über seine Verhältnisse. Alle gucken betroffen und schlucken. Besonders Tanta Sampaio und Neffe Caruso. Allen geht irgendwie die Muffe, weil sie so richtig eigentlich doch nicht mal wissen, wie sie ihre eigenen Schulden zahlen sollen. Und was werden erst die Nachbarn sagen? Der Herr Johnson beispielsweise.
Also geben dem Onkel alle Familienmitglieder von dem Geld, dass sie nicht haben, was ab, damit die gemeinsame Währung vor den Nachbarn nicht schlecht da steht. Geht gar nicht? Richtig! Stattdessen geben die anderen Familienmitglieder das Versprechen ab dem Onkel Geld, das sie nicht haben, zu geben, wenn der es denn braucht. Doppel-Schwör! Außerdem schimpfen sie mit dem Onkel und der verspricht hoch und heilig, dass er mit Sparen anfängt. Auch wenn die Frau rebelliert. Und boa, wie die rebelliert.
Und alle leben glücklich bis an ihr seliges Ende. Hehe.
Noch im letzten Jahr erklärten Experten lang und breit, dass ein Staat nicht bankrott gehen kann. Aber von Staatengemeinschaft war nie die Rede!
3. Apple vs. Flash

- Image via Wikipedia
Steve mag Flash nicht. Weil, ähem, es ist nicht frei! Welch’ edles Motiv! Ja, es ist kein offener Standard. Und es zieht zu viel Strom auf mobilen Geräten. Oho, das ist schlecht für den Konsumenten! Flashapplikationen sind für Mäuse gemacht und nicht so richtig toll zum antouchen. Und obendrein funktioniert es einfach nicht! Jaha!!! Oh, one more thing: Eszerstörtunsunsertolles-abgeschlossenesökosystem-wowireinschweinegeldmitverdienentun. Die ersten sind aber wichtiger. Klar. Denn, wenn Apple etwas ist, dann frei! Die würden nie, beispielsweise, bestimmte Apps aus ihrem AppStore verbannen. Oder dafür sorgen, dass ihre Software nur auf ihrer Hardware läuft. Oder verhindern, dass man gekaufte Inhalte tauscht. Also: Wer im Glashaus sitzt (schon mal einen Apple Store gesehen?), sollte nicht mit iPods werfen.
Hammer ist aber: Flash-Evangelist (=Typ, der wo echt gute Stimmung für Flash machen soll) versucht eine Flash-Beta auf einem Android-Phone zu zeigen. Vor Publikum und so. Öffnet Seite in Browser. Browser stürzt ab. Öffnet Seite erneut, stürzt wieder ab. Fragt Publikum was er öffnen soll. “Hulu” (amerikanische Videoportal Anm. der Red.) Antwort: “Hulu doesn’t work”. Demo Ende. Fail!
Am Ende muss man konstatieren: 0 Punkte beide. Setzen. Sechs.
Anmerkung: Ich mag Apple. Wegen der Produkte und der Konvenienz in der Nutzung. Aber das Apple seine Marktmacht nutzt, um Freiheit zu propagieren, gar ohne Eigennutz zu fordern, sehe ich nicht. Die anderen Kritikpunkte aus Jobs’ Brief treffen aber zu.
Und Flash mochte ich noch nie.
Related articles by Zemanta
- Merkel concedes “bitter defeat” (news.bbc.co.uk)
- Jobs Attacks Flash as Unfit for iPhone (online.wsj.com)
Das Evangelium nach iPad
by yodahome on Apr.10, 2010, under Computer, thoughts

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Fürwar, ich entbiete Grüße an die versammelte Geekheit und das verehrte Nerdtum!
Auch die Gilde der Medienbildner sei willkommen geheißen, so dies nicht der Redundanz anheim fällt.
Seher und Schreiber berichten uns, dass also in den Vereinigten Staaten jenseits des großen Wassers das sagenumwobene iPad erschienen sei. Es ersetze die Laute, das Pergament, so manches Kinderspiel gar. Man solle sogar an des Priesters statt in der Lage sein, unsichtbares Wissen aus der Luft zu sehen, so man seine Hand über das magische Glas zu bewegen versteht.
Und es schicken sich Millionen an dem heiligen Jobs zu huldigen, der mit Hundertausenden der Wunderplatten vom ‘Infinite Loop’ stieg und sie seinen Schäfchen im Tausch gegen einen Heidenberg von Talern überlies. In nicht allzu ferner Zukunft vermag das Wunder auch die hiesigen Gefilde zu erreichen. Allerdings wird es nicht die gesammelten Schriften unserer Sprache enthalten. (Die Verhandlungen mit den Verlagen für deutsche eBooks laufen wohl noch.) Schon unlängst predigte ich euch, meinen Jüngern, von den Werken des Einen und äußerte meine bescheidenen Gedanken. (continue reading…)
Does anyone remember the PADD? (my iPad opinion)
by yodahome on Jan.28, 2010, under Allgemein / Generic, Computer, thoughts

- Image by Getty Images via Daylife
As you know I am an Apple fanboy. I own a Macbook Pro since July, I love it for it does everything I wanted it to – just better – and a massive amount of stuff that makes life convenient and using computers fun. I do run a hackintosh as well. I do have my second iPod, of which I think it’s the definitive portable music player. And I do have the iPhone 3G (although it came to me more by accident) which is a nice gadget to have with great usability and it introduced this huge trend of multitouch screens along with an accessible UI and a platform for apps that today suits every imaginable need. There is – imho – still no serious competitor on the market, with the Android phones probably being rather close but not there yet.
Now, yesterday Apple presented a product called the iPad, a portable computer with a multitouch display and – at least by what you see from the outside – pretty much nothing else. Since this product has been rumored for years, many people during the last 24 hours already laid hand on it, reviewed it and there is as much information on the internet now that after much reading and watching videos I feel as informed as if I had touched one myself. ![]()
Still I feel a bit disapointed by it and here’s why:
In my understanding a Pad-like computer is every geeks dream since Star Trek TNG (I think there were similar devices in TOS but they rather looked like Etch-a-Sketches), where every crew member ran around the Enterprise with devices commonly known as PADDs (Personal Access Display Device).They came in several shapes and could obviously used for anything from accessing ship data to writing your personal journal.
They were easily exchanged, it seemed like nobody actually owned his PADD or was technically bound to it. Obviously they could easily be replicated as they were lying around anywhere. Note that they were not only used by humans but also by the other races although their design differed.
There has been work on real PADDs for some time now actually, notice the Apple Newton or Palm PDAs. Of course there also has been much improvement over the years. So, in this regard the iPad is a logical next step and the expected answer to the Amazon Kindle, which was made to be the ultimate digital reading device.
If you look at the features and specifications of the iPad you see it’s a quite impressive list for a device of its size. But then again – as many blogs noticed – the iPad looks like an oversized iPhone. And the worrying thing it isn’t even that. Although it comes in a WiFi and 3G version, you won’t have the native ability to phone with it, although you easily could connect a headset via cable or bluetooth. It has no camera (not on the back, not on the front, no photo, no video). And it runs iPhone apps of which there are plenty of but it will probably take some time until there are worthy apps tailored to the specific device.
It’s advertised with about 10 hours of battery life which seems good enough if it lives up to that. What I wonder about is why they promote stand-by time. While it makes sense with phones where you can still be reached because of long stand-by battery life I don’t really see the benefit of not using a device for a month so it still has power.
Then there is the storage: 16, 32 and 64 GB flash memory are the options to choose from which is the same as you can get in iPod touches at the moment. As you can software-wise use the iPad to have full iPod functionality (which means storing music, video, gaming and podcasts), you can put your photos on it, use the internet (download?) and even have newly designed iWork apps on the device along with the new Bookstore (+ebooks) and of course other apps I doubt that 64 GB is anywhere near the amount of space necessary. It took me mere weeks to fill the 160 GB of my Macbook. I can’t really take my whole media library with me on the iPhone right now.
Also I wonder what writing really common – which means intensely text-based – documents on the on-screen keyboard feels like. Note that during the demos nobody really did that during the presentation. It might be really nice for emails but how good does it perform when writing, let’s say, on a master thesis? You probably need to buy that keyboard accessory.
And then this the question occurred to me: If all I can do on the iPad is basically iPhone or iPod touch functionality (book reading on the big screen being the only exception i see), well, why not buy an iPhone or an iPod touch, which you can actually take with you? I doubt realy cineast will watch movies on it, jsut like real audiophils probably won’t hear their music with it (you need to connect it to good speakers, so it’s no longer wireless).
I simply feel that – apart from this being a cool, thoughtfully designed product – either the iPad is – yes, I dare saying it – redundant to a notable degree or it is aimed at a rather small group of customers for which it fills a gap between iPod and book reader that I don’t really see yet. At 499$ in the smallest incarnation and about 800$ for the all-in-variant it seems just not as useful as the other products in the line up. I may be wrong here.
Now, what’s great is that the iPad uses and elaborates on the great keyboard-&-mouse-less user interface ideas used on the other Apple touch devices. I do believe many people will love to use it because of that especially if they have shied away from using any laptops or computers up to now. It might be perfect for my mum! But me, myself and I will probably stick with a real computer (which of course could be married with the multi-touch display at some point) for now. Note also that Apple not really markets the iPad as an ebook reader but as a missing link between smartphone and laptop. However to me it can not really replace either of them easily. Therefore it would need custom browsers like Firefox, Wireless syncing, more storage, more connectivity. It is a small step forward but no huge leap in my opinion. Of course that might be a by-product of the hype that has wildly gone crazy during recent weeks. Still I’m excited to see this product evolve.
Update: I finally saw the Keynote and to a large degree, I believe it proved my point. They tried to set first foot into a niche that does not necessarily exist naturally but probably grows now that the iPad is there.
Related articles by Zemanta
- What Do I Think of the New iPad? Not So Much. (icemanbaldy.com)
- Summary: Apple puts an end to tablet rumors with iPad (macworld.com)
- Apple rolls out iPad tablet (v3.co.uk)
- BREAKING: Apple Introduces iPad Tablet Device (mashable.com)
- 1 reviews of Apple iPad (rateitall.com)
- An In-Depth Look at the Apple iPad (mac.appstorm.net)
Ver[Apple]t – Laufen lernen mit dem Mac
by yodahome on Aug.13, 2009, under Computer, thoughts

- Image by vLutzifer via Flickr
Mein allererster Computer war ein Robotron, die DDR-Variante eines C64, wenn man so will. Er konnte im Grunde nur ein rudimentäres BASIC, der Bildschirm war ein alter russischer Schwarz-Weiss-Fernseher und die Daten waren auf normalen Kassetten gespeichert. Wollte man z.B. ein Spiel spielen, legte man eine Kassette ein, tippte ein paar Befehle ein, ließ das Band laufen (das klang so ähnlich wie Modemgeräusche) und dann war das Programm im Speicher. Dann konnte man das Programm nutzen, schaltete man den Rechner ab, war alles wieder weg. Puff.
Später dann kam ein PC, MS DOS 5.0, dann das erste Windows (3.1), das nächste Windows (95), das nächste bessere Windows (98) und etwa zu dieser Zeit mein erster OS-Wechsel zu Linux. Debian auf meinem eigenen kleinen Server, das war eine vollständig neue Welt, denn jedes Betriebssystem benutzt andere Bedienmetaphern, die man erlernen muss. Unter Dos und Linux waren das noch eine teils recht unterschiedliche Sammlung von Textkommandos, die man auswendig lernen mußte. Seit Ende der 90er Jahre und dank der Evolution im Bereich der grafischen Benutzeroberflächen sieht das jetzt anders aus, zumindest teilweise, denn um Nutzerfreundlichkeit auszustrahlen, ist man als Hersteller dazu angehalten, sich an etablierten Standards zu orientieren. Die Fenstermetapher ist zum Beispiel mittlerweile universell auf allen Systemen umgesetzt. Ebenso wie Maussteuerung oder die Schreibtischmetapher (aka Desktop). Erfunden hat das eigentlich in weiten Teilen Apple. Microsoft hat das Konzept aber überzeugender an den Mann gebracht. Und in bunten Schachteln.
Seit kurzem bin ich stolzer Besitzer eines 13” MacBook Pro, meinem ersten, neuen Laptop seit 2002. Damals hab’ ich mir bei einem Kaffeeanbieter, der nicht genannt werden will, für 1300 € (meinem ersten selbstverdienten Geld) einen Laptop von Medion gekauft, mit dem ich leidlich zufrieden war. Das kann man dem Gerät nicht unbedingt ankreiden, die Technik war wohl einfach noch nicht soweit. Die Laufzeit betrug im Maximum 2-2,5 Stunden, für jede sinnvolle Nutzung beispielsweise an der Uni deutlich zu wenig. (Heute schaffen das selbst billige Geräte mit links)
Die Gewöhnung an die neuen GUI von einem Mac OS X war, trotz einiger gravierender Unterschiede, erschreckend einfach. Beispiel: Programme schließt man mit CMD + Q, denn ein Klick auf das rote X schließt zwar das Fenster, behält aber die Applikation im Speicher. Menüleiste immer am oberen Bildschirmrand, das @-Zeichen auf dem L statt auf dem Q, keine rechte Maustaste bzw. keine Tasten unter dem Trackpad – es sind viele Kleinigkeiten, an die man sich auf den Mac erst gewöhnen muß. Spätestens aber, wenn man weiß, das man das Kontextmenü erreichen kann, wenn man mit zwei Fingern statt mit einem auf das Trackpad tippt, beginnt man sich zu fragen: Warum machen das nicht alle so?
Thema Software. Nahezu alle nötigen Programme, die ich schon auf PC nutze, gibt es auch für den Mac und dazu noch einige tolle Programme, die man unter Windows vergeblich sucht. Hier eine kleine Übersicht:

- Image by yyq123 via Flickr
OpenOffice.org gibt es seit einiger Zeit auch für den Mac, NeoOffice ist ein Derivat von OpenOffice, welches auch spezielle Features des Mac ausnutzt und ansonsten voll kompatibel ist.
Evernote benutze ich unter Windows und auf meinem iPhone, es ist für Notizen und Mitschriften jeglicher Art sehr praktisch und darf deshalb natürlich auch auf dem Mac nicht fehlen. Obwohl Apple den wirklich auffallend schnellen Browser Safari mitliefert, ist auch die Nutzung von Firefox kein Problem. Mittels des noch in der Entwicklung befindlichen Weave-Plugins kann ich meine Browser sogar synchronisieren.
Auch andere Open Source Programme wie Gimp, Handbrake, Miro oder ScummVM sind auf dem Mac zuhause, andere wie den IM Klienten Adium, das Softwareaktualisierungstool Appfresh oder auch dem Texteditor Smultron gibt’s nur für Mac. Dazu kommen noch ein paar kommerzielle Programme, über die ich vielleicht später noch berichten werde.
Da Mac OS X auf einer Unixbasis steht, ist auch die Benutzung des Terminal, die man so auch aus Linux kennt, vollkommen unproblematisch. Diverse Softwarepakete gibt’s z.B. beim MacPorts Projekt, wer Pakete unter Debian oder Ubuntu installieren kann, der kriegt das hier auch hin.
Und auch für das kleine Spielchen zwischendurch bieten sich diverse Möglichkeiten an, einige Spiele von EA (Spore und Sims 3 beispielsweise) kommen schon Intel-Mac-kompatibel aus der Presse. Mit Darwine (dem Wine-Port für den Mac) kann man dann auch ohne Emulator Windowssoftware – und damit eine größere Auswahl an Spielen – auf dem Mac laufen lassen, das geht sogar auf dem Macbook recht gut.
Ich werde diesem Thema sicherlich noch einige Artikel widmen, zumal ich gerade erst beginne mir einen Überblick zu verschaffen. Klar scheint mir aber, dass es absolut keinen Grund gibt, dem Apple grundsätzlich den Rücken zuzudrehen, viele Kritikpunkte sind heute nur noch Vorurteile und wenn man das Geld investieren möchte, bietet der Apple gerade dem Computereinsteiger ein befriedigenderes Erlebnis als das Windows je konnte.
Nachruf auf einen iPod
by yodahome on Apr.01, 2009, under life, thoughts
Nichts auf dieser Welt bleibt für ewig, wie wir wissen, Wissen kommt und geht, Völker wachsen und weichen, Lebewesen leben und sterben.
Besonders in diesen schnelllebigen Zeiten, in diesem Jahrtausend des Konsums, des unreflektierten Ver- und Gebrauchens und der Massenproduktion vergessen wir allzu oft, die Leistungen der viele kleinen Gegenstände anzuerkennen, die uns jeden Tag das Leben erleichtern oder versüßen und bei all dem Überfluss, bemerken wir nach jahrelangem Dienst nicht einmal deren Ableben. Wenn man aber doch davon Notiz nimmt, zeigt sich damit, wie sehr einem bestimmte simple Dinge ans Herz gewachsen sind. Eines meiner Lieblingsgadgets – mein hochgeschätzter iPod photo – ist heute am 1. April von uns gegangen.
Obwohl ich schon zuvor einige MP3-Player besessen hatte, erfüllte es mich mit besonderer Freude und Stolz, als ich mir im Oktober 2005 endlich einen iPod zulegte. Ich kann mich nur an wenige Anschaffungen in meinem Leben erinnern, die mir über so lange Zeit dermaßen viel Freude bereitet haben. Mein iPod begleitete mich auf diverse Reisen und Ausflüge, nach London, an die Ostsee oder in die Berge aber auch an den ereignislosen Tagen, während der Arbeit und des Studiums. Mit einer stetig wachsenden Musiksammlung versorgte er mich in dumpfen Momenten mit Freude, in langweiligen Momenten mit Unterhaltung und in stressigen Momenten mit Ruhe, er war ein Stück zu Hause im Taschenformat und nicht zuletzt ein mobiler Datenträger.
Auch während neue Generationen den Markt überfielen leistete er weiterhin pflichtbewusst seinen Dienst, im Gegenzug achtete ich auf Schutz und Pflege, sorgte für Softwareupdates sowie das neueste iTunes und strafte mögliche Nachfolger – sowohl anderer Firmen als auch von Apple selbst – mit Ignoranz. Trotzdem ich ihn mit Sicherheit ein paar dutzend Male hatte an Kanten anstoßen und auf harte Untergründe fallen lassen, setze er seine Tätigkeit beharrlich fort, nur hin und wieder war ein kurzer Reboot nötig. Lediglich die mitgelieferten Kopfhörer gaben pünktlich nach Ablauf der Garantiezeit den Geist auf, aber eine schnelle Amputation verhinderte größere Schäden.
Heute, nach fast 3 1/2 Jahren, kam das Gerät erstmals hörbar und dauerhaft ins Stottern und trotzdem ich alles in meiner Macht stehende tat und sogar den Apple Support kontaktierte, war offenbar die Zeit gekommen. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos und am späten Abend stellte ich den Tod durch Festplattenversagen fest. Zuletzt zeigte er auf dem Display das traurige iPod-Symbol und die URL des Apple Supports.
Der iPod photo mit der Seriennummer JQ539C2QTDS hinterlässt ein Dock, ein Ladekabel, eine lächerlich orangefarbene Silikonhülle mit Clip, einen USB Photoadapter sowie eine Paar Sennheiser In-Ear Kopfhörer. Ein Termin für die Beisetzung steht noch nicht fest.
Im Gedenken an ein überragendes, in China gefertigtes Convenienceprodukt. Welches tatsächlich den Dienst quittiert hat, auch wenn heute der erste April ist
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MOST überlebt / BA schwarz auf weiss
by yodahome on Okt.14, 2008, under life
Letzten Samstag (11.10.) fand der allererste Magdeburger Open Source-Tag statt, der sich auf die Fahne geschrieben hatte, freie Softwareprojekte, freie Inhalte und neue Medien zu versammeln und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Ich selbst war dort organisatorisch aktiv und beteiligte mich außerdem mit einem Einführungsvortrag zum Thema Wikis. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung war die Veranstaltung erfolgreich, besonders der Gedanke einer ausgewogenen Mischung von Vorträgen für Einsteiger und Fortgeschrittene wurde ziemlich gut umgesetzt. Insgesamt war die Resonanz, trotz der Themenmischung und den doch sehr populären anwesenden Projekten – unter anderem konnten wir Vertreter von Wikipedia, OpenStreetMap, OpenOffice und SkoleLinux begrüßem – nicht ganz so hoch wie erhofft, was verschiedene Gründe hatte, unter anderem das überraschend gute Wetter aber auch möglicherweise zu subtile Promotion im Vorfeld. Auf dem Social Event am Abend teilten eigentlich alle Anwesenden diese Wahrnehmung, weshalb schon so gut wie sicher ist, dass es im nächsten Jahr wieder einen MOST (2.0?) geben wird. Termin dafür gibt es noch nicht, aber wer Interesse hat, sich zu beteiligen, möge sich schon jetzt melden.
Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, live Fotos und Kommentare zu twitterbloggen (ein paar gibt’s auch), war aber dann zum einen zu beschäftigt und zum anderen (ja, ich muß es zugeben) mit diesem iPhone – an das ich im Grunde gekommen bin, wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kinde – und seinen Tools noch nicht so vollends vertraut, wie es für einen produktiven Einsatz nötig gewesen wäre. Man lernt halt nie aus. *g*
Ganz anderes Thema: Vor einigen Wochen verteidigte ich erfolgreich meine BA – Arbeit und heute habe ich mein Zeugnis in Empfang nehmen können. Damit habe ich meinen ersten akademischen Grad nun auch schriftlich (in zweifacher Ausfertigung) und freue mich wie ein Schneekönig.
Viel besser kann die Woche – die gleichzeitig meine erste im Masterstudium ist – kaum werden.
Neuer Google Browser "Chrome"
by yodahome on Sep.03, 2008, under Computer
Image via CrunchBase, source unknown Google hat Humor. Die Ankündigung für den neuen Browser genannt ”Chrome” (so heisst auch ein Bereich der UI von Mozilla Firefox) erfolgte im Google Blog mit einem Comic des Autors Scott McCloud (einigen vielleicht bekannt durch sein Buch “Understanding Comics“). Wo historisch ja doch eher ein Zwist zwischen den Entwicklern von Apple und Mozilla liegt (für Safari entschieden sich die Entwickler KHTML anstelle der Gecko-Engine zu verwenden) basiert Chrome auf Apples Webkit enthält aber auch Komponenten aus dem Mozilla Firefox. (Ankündigung von Google). Folglich sieht es dann auch aus, wie eine Mischung aus beidem, die Tabs findet man oberhalb der Adresszeile, eine Menüleiste sucht man (wie beim IE7,8) vergeblich.
Robert Scoble weiß zu erzählen, dass Chrome sogar schon der Name eines Projektes für einen Multimedia Browser von Microsoft war. Doch was tut nun dieser Browser?
Naja, vieles was die anderen auch können. Allerdings schneller. Insbesondere soll der Browser JavaScript, dass vor allem die modernen Webapplikation massiv verwenden, schneller verarbeiten. Google Offline Service Gears hat der Browser natürlich nativ dabei. Er importiert bei Installation auf Wunsch viele Einstellungen aus Firefox (beispielsweise auch Passwörter, eine Verschlüsselung per Master-Passwort gibt es in Chrome aber nicht
)
Ich schreibe diesen Eintrag gerade aus Chrome, positiv fällt auf, dass die Oberfläche offenbar komplett lokalisiert ist. Schneller geladen hat der Browser auch, er braucht mit 7 offenen Tabs auch nur knapp 30 MB Speicher (Firefox braucht da 140 MB!). Im Betrieb ist mir jetzt keine besondere Beschleunigung aufgefallen, aber der Browser fühlt sich deutlich weniger behäbig an als Safari in Windows.
Die Addressezeile ist sowohl universell zu gebrauchen, beherbergt also auch eine ausgeklügelte Suchfunktion, was sonst hätte man jetzt von Google auch erwarten können. Tatsächlich kann man aber auch eine andere Suchmaschine für den Browser einstellen.
Der Browser soll komplett Open Source, d.h. Ideen aus Chrome sollten in die Entwicklung anderer Open Source Browser (eben Firefox oder auch den KDE Konqueror) zurückfließen können. Bis jetzt ein hübsches Stück Software, mal schauen was die Welt daraus macht. Bislang gibt es Chrome nur für Windows (XP und *brrr* Vista) aber er soll auch noch auf Mac und Linux erscheinen (besonders unter Linux wird das interessant, denn es gibt einige Macken, die den Firefox unter Linux hin- und wieder langsamer machen als unter Windows). Kann man mal ausprobieren, es bleibt nur zu hoffen, dass Google jetzt nicht vollends die Daten aller seiner Nutzer direkt aus dem Browser absaugt, immerhin kann man während der Installation schon ein Häkchen machen, was den regelmäßig Datenaustausch aktiviert. Ich hab’s erstmal abgeschaltet, denn ich weiß ja: Google hat Humor. *g*


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